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Redaktion
/ 18. November 2019

Guten Morgen!

Wir starten in die Woche mit einem Gespräch über Elternschaft, die nicht unbedingt etwas mit den Genen zu tun haben muss. Wir fragen, warum fliegen so billig ist und analysieren die immer gleiche Strategie der FPÖ zur Abwehr der sich immer gleichenden Skandale. Fünf Themen, drei Minuten, ein Newsletter mit Haltung, heute ausgewählt von Andreas Bachmann.

#1 Das möchtest Du teilen

Autorin Antje Schrupp hat im Buch "Schwangerwerdenkönnen" über die politische Dimension von Schwangerschaften, Abtreibung und Elternschaft geschrieben. Warum Elternschaft nichts mit den Genen zu tun hat und wieso aus einem One-Night-Stand nicht zwangsläufig eine lebenslange Bindung werden sollte, auch wenn daraus ein Kind entsteht, erklärt sie im Interview mit Moment.

#2 Hast Du das gesehen?

Fliegen ist extrem billig. Selbst die Taxifahrt zum Flughafen kostet mehr. Wer hingegen Bahn fahren möchte, zahlt ein Vielfaches. Warum das klimaschädliche Fliegen aber nicht billig ist, sondern nur billig gemacht wird und was es braucht, damit mehr Kostenwahrheit entsteht, erklärt Barbara Blaha in ihrer wöchentlichen Videokolumne: Moment mal!

#3 Tweet des Tages

Am 12. Dezember wählt Großbritannien ein neues Parlament. Neben dem Brexit ist Einwanderung auch in diesem Wahlkampf ein großes Thema. Die Labour Party hat dazu einen eindringlichen Wahlspot gefertigt. Tenor: Wer EinwanderInnen zum Sündenbock macht, dem gehen wohl die Argumente aus. Der unterhaltsame Clip zeigt, dass es Sozialdemokratie auch in schlau, schlagfertig und mit Standpunkt gibt.

#4 Gezeichnet

Hebel der Macht: Out of the box

In Hebel der Macht enthüllt Rafael Buchegger jede Woche exklusiv für Moment die Wahrheit über die Machenschaften des Premierministers Oktavian Plenk. Heute geht es um zuviele Fremdwörter.

#5 Lesetipp

Die FPÖ hat ihren nächsten Liederbuchskandal. Unsere Kolumnistin Natascha Strobl beschreibt, wie sich dabei die immer gleiche Abwehrstrategie der FPÖ wiederholt. In fünf Schritten läuft die Rechtfertigung der Rechten ab: Von "Alles nur Spaß" bis hin zu "Haben wir keine anderen Sorgen?" Politikwissenschaftlerin Strobl dazu: "Das Tragische ist: Diese Menschen waren und sind in den höchsten Ämtern dieses Landes."

#6 Bonustrack

Ex-Finanzminister Hartwig Löger hat derzeit Ärger am Hals, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Amtsmissbrauch rund um die Bestellung eines fachlich ungeeigneten Finanzvorstands bei Casinos Austria als Teil eines Politdeals zwischen FPÖ und ÖVP. Belastende Chatprotokolle hat gestern Abend bereits die Wochenzeitschrift Falter online gestellt, etwa einen Chatverlauf zwischen dem damaligen Vizekanzler Strache und ihm: Darin dankt ihm Strache für die Unterstützung rund um die Besetzung, Löger antwortet mit einem Daumen hoch-Symbol. 

FALTER-Chatprotokoll Löger und Strache

In der ORF-Sendung "Im Zentrum" wurde Löger nach dem "Daumen hoch"- Symbol gefragt, er versicherte der "Daumen hoch" steht nicht für Zustimmung ("Passt!"), er habe sich über die Nachricht geärgert, "Daumen hoch" stehe für "Gib a Ruah!". Beide Daumen hoch für diese Verteidigungsstrategie! Äh, nein, wie war das gleich?

Ich halte beide Daumen für einen skandalfreien Montag!

Andreas

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