Gesundheit
Ungleichheit
Die alltägliche Feindlichkeit gegenüber Menschen mit Behinderung
23. September 2020
Auf Twitter erzählen seit Wochen Menschen mit Behinderung von Vorurteilen und Beleidigungen im Alltag. Zuerst in den USA, jetzt hauptsächlich in Deutschland und Österreich: Unter dem Hashtag #AbleismTellsMe beschreiben sie Erfahrungen mit Ableismus.
Ableismus ist die strukturelle Diskriminierung von Menschen mit Behinderung und chronisch Krankheiten. Und die findet überall statt, am Arbeitsplatz, in der Schule und in der Freizeit. Die Geschichten unter dem Hashtag beschreiben alltägliche Grenzüberschreitungen und übergriffiges Verhalten. Sie erzählen von Entmenschlichung und dem stetigen Kampf um die eigene Daseinsberechtigung in der Gesellschaft. Menschen ohne Behinderung sollten hier dringend mitlesen. Wir haben hier ein paar Tweets gesammelt.
Nachzufragen, warum Menschen unterschiedlich sind, sollte kein Tabu sein. Fotografin Anna Spindlndreier und andere erzählen von erlebten Grenzüberschreitungen und Bevormundung:
Es geht um strukturelle Diskriminierung und um einzelne Begegnungen, aber vor allem auch darum, die Realität vieler Menschen zu zeigen.
Das könnte dir auch gefallen
- Partnerinnen betäubt und vergewaltigt: „Wir bei Neustart haben immer wieder mit solchen Fällen zu tun“
- Schmerzen beim Einsetzen der Spirale: Was hilft wirklich, und warum nutzen wir es nicht?
- Wie Unternehmen Mitarbeiter:innen bei häuslicher Gewalt schützen können
- Lebensmittelverschwendung: Die Daten sind da, die Politik wartet
- Vom Partner betäubt und vergewaltigt: „Bei solchen Anzeichen müssen bei Ärzt:innen die Alarmglocken angehen“
- Männer gegen Männergewalt: “Jeder Femizid hat mit uns zu tun, weil wir das System mittragen”
- „Wir daten keine Männer mehr“: Zwei Frauen erzählen von ihrem Leben mit und ohne Männer
- Andrew und Tristan Tate: Vier Festnahmen und noch immer kein Urteil