Eine Nachtaufnahme einer Hügellandschaft die durch einen Blitz erleuchtet wird.
Die Unwetter der letzten Tage haben alleine einen Schaden von rund 3,5 Millionen Euro verursacht. Credit: pexels.com/Frank Cone
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/ 31. Juli 2020

Die Unwetter der letzten Tage haben einen Schaden von rund 3,5 Millionen Euro verursacht. Insgesamt haben heuer Dürre, Hagel, Überschwemmungen und Frost bereits Ernte und Landwirtschaftsfläche im Wert von 100 Millionen Euro vernichtet. Durch die Erderhitzung nehmen solche Extremwetterereignisse zu.

 

3,5 Millionen Euro Schaden. Das ist die Bilanz der Unwetterschäden der letzten drei Tage. Während am Dienstag Oberösterreich verwüstet wurde und der Süden Österreichs nahezu verschont blieb, suchten Sturm, Starkregen und Hagel Mittwoch Nachmittag Kärnten und die Steiermark heim. Vor allem die Kärntner Bezirke Völkermarkt, Sankt Veit an der Glan und Feldkirchen waren betroffen. Insgesamt wurde alleine gestern eine Agrarfläche von 11.500 Hektar verwüstet. Die betroffenen Kulturen waren Mais, Soja, Getreide, Kürbis, Wein, Gemüse und Grünland. So schnell kann es gehen und monatelange Feldarbeit ist kaputt.

Klimakrise bringt mehr Extremwetter

Insgesamt haben Dürre, Frost und Unwetter heuer schon für eine Schadenssumme von rund 100 Millionen Euro gesorgt. Auch wenn das viel erscheint - ein Vergleich mit den vergangenen Jahren zeigt, dass die Auswirkungen der Klimakrise schon längst deutlich spürbar sind und bereits viel mehr Kosten verursacht haben. Immerhin hat es heuer viel geregnet - in den vergangenen Jahren hat nämlich vorrangig die Dürre der Landwirtschaft zugesetzt.

Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse vielfältiger und extremer. Davon ist auch der Sprecher der Hagelversicherung, Mario Winkler, überzeugt: "Eine Jahrhundertdürre oder ein Jahrhunderthochwasser werden wir alle paar Jahre haben." Übrigens: Wegen Hitze und Trockenheit können sich auch Schädlinge leichter verbreiten und setzen der Landwirtschaft zusätzlich zu.

Aufhalten können wir die Klimakrise nicht mehr. Nur noch bremsen. Die Landwirtschaft muss sich jedenfalls besser auf diese Herausforderungen vorbereiten. In der Vergangenheit wurde viel Agrarfläche verbaut, diese Entwicklung muss dringend gestoppt oder gar rückgängig gemacht werden. Auch Flüsse und Bäche wurden verbaut, hier muss in Rückbauten investiert werden, um das Wasser wieder länger in der Landschaft halten zu können. Weiters muss auf Klima-fitte Obst- und Gemüsesorten sowie Böden gesetzt werden, die Forschung läuft hier auf Hochtouren.

Feuerwehren fordern mehr Geld für Unwettereinsätze

Auch der Feuerwehrpräsident Albert Kern beklagt, dass die vermehrten Unwettereinsätze die Feuerwehren langsam an die Belastbarkeitsgrenze bringen, vor allem finanziell: "Eine zeitgemäße Unterstützung der Feuerwehren für die Anschaffung von Geräten und Fahrzeugen ist mit den derzeitigen finanziellen Mitteln aus Feuerschutzsteuer und Katastrophenfonds nicht mehr ausreichend möglich."

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