Morgenmoment
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/ 19. April 2021

Guten Morgen!

Während Langzeitarbeitslose verzweifelt nach Beschäftigung suchen, beschafft Sebastian Kurz 50 Millionen Impfdosen scheinbar nur durch seine Willenskraft. Vielleicht muss man einfach nur wollen. Dein Morgenmoment wurde heute von Perigan Eraslan zusammengestellt.

 

#1 Willst du das teilen?

Österreichs Lehrkräfte und Schulen brauchen jetzt Unterstützung. Arbeitssuchende einen Job - besonders Langzeitarbeitslose. Ein Beschäftigungsprojekt von AMS-, Bund, Ländern und Gemeinden verbindet diese beiden Bereiche: öffentlich geförderte Stellen werden geschaffen, um das Lehrpersonal in Verwaltungstätigkeiten zu unterstützen. Dann hätte es auch mehr Zeit fürs Unterrichten. Dennoch werden die Vorteile dieses Projekts nicht in allen Bundesländern voll ausgenutzt. Hunderte Stellen bleiben bislang unbesetzt. Die Hintergründe dazu findest du hier.

#2 Hast du das gesehen?

Österreich hat endlich seinen Vorschlag für den EU-Aufbaufond eingereicht. Er ist eigentlich geheim, wir haben die Dokumente veröffentlicht, die zuletzt unter der Hand weitergereicht wurden. Der zeigt: Natürlich werden vor allem Projekte gefördert, die schon ewig geplant und beschlossen sind. Moment mal! Barbara Blaha grätscht in ihrer Videokolumne diesemal dieser falschen Logik dazwischen.

#3 Spin des Tages

Freude bei allen, die sehnsüchtig auf ihre Impfung warten: 50 Millionen Dosen von Pfizer/Biontech, die in Europa eigentlich erst später zu erwarten waren, können früher und noch vor Juli geliefert werden. Österreich bekommt gemäß seiner Bevölkerungsgröße eine Million davon. 

Die ÖVP feiert die vorgezogene Lieferung der Impfdosen als persönlichen Erfolg von Sebastian Kurz. Mit der Realität hat das nicht so viel zu tun. Einen genaueren Einblick in die Fantasiewelt der ÖVP und ihres medialen Freundeskreises findest du hier.

 

#4 Gezeichnet

Neues vom Hebel der Macht: Der Regierungschef hat ein Problem. Seine Chatprotokolle sind an die Öffentlichkeit gekommen.

#5 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Das deutsche Bundesverfassungsgericht erklärt in einer umstrittenen Entscheidung den in Berlin geltenden Mietendeckel für nichtig. Jetzt können VermieterInnen nicht nur mehr verlangen, sondern rückwirkend Geld einfordern. Das kann extrem teuer für die Menschen werden. Zehntausende gehen auf die Straße. Die in Berlin regierenden Parteien von SPD, Grünen und Linken, verlangen nun eine deutschlandweite Lösung. CDU und CSU lehnen das aber ab und freuen sich über das Urteil. Das Thema hat das Zeug zum Schlager bei der Bundestagswahl im Herbst. Die ganze Story hier zum Nachlesen.

Einen schönen Start in die Woche wünscht dir

Peri

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