Morgenmoment
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/ 2. November 2020

Guten Morgen!

Lockdown 2 ist da: Was heißt das für die Vielen? Erste Analysen, Zahlen und Ideen, was wir diesmal besser machen können, liefert dir der Morgenmoment von Barbara Blaha.

#1 Möchtest du das teilen?

Frauen haben im ersten Lockdown Übermenschliches geleistet: Kinder, Job, Haushalt, die Versorgung ältere Familienmitglieder. Immerhin: Zumindest Schulen und Kindergärten bleiben im zweiten Durchgang offen. Die Autorin Veronika Bohrn-Mena hat sich angesehen, was auf den Frauen alles abgeladen wird: Oft unbezahlt oder sehr schlecht bezahlt. Im Gespräch mit MOMENT plädiert sie dafür, Arbeit endlich anders zu verteilen.

#2 Zahl des Tages

Wie viele Jobs sind durch die steigenden Infektionszahlen und den zweiten Lockdown bedroht? 132.000 Arbeitsplätze sind unmittelbar stark gefährdet und weitere 383.000 indirekt und somit teilweise in Gefahr. Das zeigt eine Schnellanalyse des Momentum Instituts. Gastro, Tourismus sowie Kunst und Kultur treffen die Schließungen erneut, der Zugang zur Kurzarbeit muss rasch wieder erleichtert werden.

Prognose: Die Balkengrafik zeigt, dass potenziell 132.000 Jobs sind im Zuge eines zweiten Lockdown bedroht - vorwiegend in den Branchen Gastronomie und Beherbergung. Im Handel, Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Warenherstellung sind nochmals potenziell 383.000 Arbeitsplätze gefährdet.

#3 Hast du das gesehen?

Was haben wir aus dem ersten Lockdown gelernt? Welche Fehler sollten wir kein zweites Mal machen? Wie schaffen wir es, dass zur Gesundheitskrise nicht auch noch eine handfeste soziale Krise kommt? Antworten darauf liefere ich in einer ersten Video-Analyse zum zweiten Lockdown.

#4 Gezeichnet

Der Premierminister hat ein Umfrageproblem. Der Hebel der Macht deckt auf.

Assistent Brommel zeigt auf einen Fernsehbildschirm und sagt "Laut dieser neuen Umfrage halten 6 Prozent das Coronavirus für einen Schwindel."

Hebel der Macht: das Problem mit den Umfragen - Rafael Buchegger

#5 Besser geht doch

Barcelona hat die vergangenen Monate für den grünen Umbau der Stadt genutzt. Mit dem Slogan "Lasst uns die Straßen mit Leben erfüllen", will die Bürgermeisterin Ada Colau Barcelona den BewohnerInnen zurückgeben. Autos machen dort nur 20 Prozent der Mobilität aus, sie beanspruchen aber 60 Prozent der Fläche. “Superinseln” sollen hier Abhilfe schaffen. Zwei oder drei Häuserblocks werden zu einem Superblock zusammengefasst, Autos dürfen nur noch außen um den Block fahren. Hinein kommen nur AnwohnerInnen und Lieferverkehr zu bestimmten Zeiten, und das auch nur im Schritttempo. In den abgesperrten Straßen wurden mehr als 500 neue Sitzgelegenheiten aufgestellt, die Menschen treffen sich, spielen Schach. Verkehrsauswertungen geben dem Konzept nun recht: Der Verkehr bricht wegen einer Superinsel nicht zusammen. Immer mehr Häuserblocks wollen nun zur Superinsel werden.

Frida Kahlo sagte mal, wir halten mehr aus als wir glauben. Erinnern wir uns daran in den kommenden Wochen.

Barbara

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