Sterilisation mit 25: “Ich bin eine erwachsene Frau. Ich weiß, was ich tue!”
Als Vanessa 20 Jahre alt war, hat sie zum ersten Mal über eine Sterilisation als Verhütungsmethode nachgedacht. Gesetzlich dürfen Frauen und Männer sich in Österreich jedoch erst mit 25 Jahren sterilisieren lassen. Sie musste also fünf Jahre warten - dann hat sie sich also schließlich dafür entschieden.
Eine Tubenligatur - so heißt die Sterilisation einer Frau - ist eine Operation, bei der die Eileiter abgeklemmt, abgetrennt oder gar entfernt werden. In Vanessas Fall wurden sie mit zwei Clips abgeklemmt.
Sterilisation wird nicht von Kassa gezahlt
In Österreich werden Sterilisationen im Wesentlichen nur dann von den Kassen bezahlt, wenn eine Schwangerschaft eine Gefahr für die Frau bedeuten würde. Als Verhütung einer Schwangerschaft muss man es privat zahlen. Die Kosten werden laut den Angaben unterschiedlicher Kliniken je nach Zusatzleistungen auf rund 2.000 bis 4.000 Euro geschätzt. Der Eingriff ist teurer als eine Sterlisiation beim Mann (Vasektomie) und die Chancen, es als Frau rückgängig machen zu können, sind viel kleiner.
Vanessa hat den Eingriff sie in einer Privatpraxis machen lassen und ebenfalls selbst bezahlt. Beim Beratungsgespräch in der Privatklinik war sie erleichtert. Sie musste ihre Entscheidung nicht rechtfertigen.
“Ich bin eine erwachsene Frau. Ich weiß, was ich tue.”
Ihre Familie hat sie in ihrer Entscheidung unterstützt, ihre Freund:innen großteils auch.
Es gibt jedoch eine Frage, die Vanessa lieber nicht so oft hören würde: “Aber was ist, wenn du den perfekten Mann triffst und der dann Kinder haben möchte?” Schwierige Frage, einfache Antwort: “Dann ist er nicht der perfekte Mann.”
Denn für Vanessa ist klar, sie möchte ihr Leben kinderfrei verbringen. Seit dem Eingriff vor einigen Jahren hat sich das nicht geändert. Mehr darüber erzählt sie in unserem Video.







