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Gesundheit

ADHS und Autismus als Erwachsene: "Warum zum Teufel hat man das bei mir nicht gesehen?!"

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Nach langem Kampf hat Maria im Mai 2026 die Diagnose ADHS und Autismus erhalten. Dass sie beides haben könnte, hat sie lange Zeit nicht vermutet. Als sie die Diagnose bekam, war Maria vor allem wütend. Wie äußert sich ADHS und Autismus in ihrem Alltag und was wünscht sie sich von anderen Menschen?

ADHS und Autismus werden heute oft als "Trenddiagnose" bezeichnet. Maria lässt das aber so nicht gelten: "Nachdem das Teleskop erfunden wurde, gab es auch nicht mehr Sterne am Himmel als vorher", sagt sie. 

Tatsächlich werden sowohl ADHS als auch Autismus häufiger diagnostiziert als früher. Aber vermutlich sind immer noch viel mehr Menschen davon betroffen als tatsächlich diagnostiziert sind. Eine Diagnose zu erhalten, ist in Österreich zudem nicht immer leicht und bedeutet einen zeitlichen und oft auch finanziellen Aufwand. Speziell bei Mädchen und Frauen wird beides zudem seltener erkannt, da sich "typische" Symptome eher bei Buben und Männern zeigen.

Maria ging es ähnlich. Dass sie selbst AuDHS - also ADHS und Autismus gleichzeitig - haben könnte, hat sie lange selbst nicht erkannt. Nachdem Maria sich selbst davon überzeugt hat, musste sie fast zwei Jahre lang kämpfen, bis sie eine Diagnose erhalten hat - im Vergleich zu vielen anderen Menschen eine relativ kurze Zeit. "Es ging aber nur so schnell, weil ich unglaublich viel recherchiert habe. Ich habe gefühlt alles dazu gelesen, was ich gefunden habe", sagt Maria im Interview. 

Nach der Diagnose kam die Wut

Die Diagnose kam für Maria dann nicht überraschend. Wohl aber das Gefühl, das sie dabei begleitet hat: Wut. Darauf, dass weder ihr Umfeld noch sie selbst je darauf gekommen sind, dass bei Maria etwas anders ist. 

Die Diagnose hat nicht alles besser gemacht. Aber Maria hat jetzt Sicherheit und weiß zumindest, was sie braucht. Für "Wie ist es...?" hat sie MOMENT erzählt, mit welchen Herausforderungen sie kämpft und welche Stärken ihr AuDHS mit sich bringt. Sie berichtet über ihren Weg zur Diagnose und welchen Umgang sie sich von anderen Menschen wünscht.

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    Kommentare 1 Kommentar
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  • Stephen
    07.10.2026
    einige Probleme von AuDHSlerInnen heutzutage: Diagnosetermin mit Überweisung auf Kasse möglich - in einem Jahr dann. Privat? 800 Euro. Dann hast die Diagnose, und ausser Zugang zu Ritalin macht die nichts besser. Im Gegensatz zu vielen ADHS Patienten, ist aber Ritalin für AuDHS Erkrankte nicht immer nötig oder hilfreich. Somit hast dann 800 Euro weniger und einen Zettel auf den steht, was du eh selber schon wusstest (wenn du Glück hast und der/die Psych nicht ablehnt und meint "ADHS und Autismus schliessen einander aus" (Ja, auch solche gibt es noch, und ratet mal, wer die Kassenärzte sind und wer die Privaten). es gibt NULL Ünterstützung seitens Gesundheitssystem, extrem viele Hürden biss zur Diagnose, die für AuDHSLerInnen ohne Unterstützung kaum zu bewältigen sind, hohe Kosten, und dann stehst du da, und fragst was du machen sollst, und die Antwort die du kriegst ist: Organisieren Sie sich mit Listen, gehen Sie viel spazieren und ja, arbeiten müssen Sie auch. Das is halt so, kommens damit klar. Wiederschaun. Und dann wundern sich die über die hohe Selbstmordrate, Burn-Out-Zahlen und den ansteigenden Drogenkonsum.... Es ist zum Kotzen! Danke an Maria für ihre Offenheit und Gratulation zur Diagnose, das alleine zu schaffen ist eine beeindruckende Leistung!
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