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Grafik der Woche, Momentum
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/ 24. September 2020

Insgesamt 51 Milliarden Euro will die österreichische Regierung einsetzen, um die wirtschaftliche Corona-Krise zu bekämpfen. Das ist viel Geld. Noch vor wenigen Monaten hätte man mit solchen Investitionen viel bewirken können. Jetzt werden sie auf eine Art getätigt, die wohl nicht einmal zu einem Aufschwung führt. 

Um die Stolpersteine am Weg zum Aufschwung zu verstehen, muss man sich kurz ansehen, wie die türkis-grüne Regierung ihre Hilfen anlegt.

Drei Viertel der Ausgaben (38 Milliarden Euro) fließen in Maßnahmen, die lediglich Einkommen ersetzen (Kurzarbeit) und sicherstellen, dass Unternehmen flüssig bleiben (z.B. Steuerstundungen, Garantien, Haftungen und Fixkostenzuschüsse). Das sind oft wichtige Ausgaben, aber sie sorgen lediglich dafür, dass die Wirtschaft nicht ins Bodenlose kracht. Der Wirtschaft helfen, wieder ins Wachsen zu kommen, tun sie nicht. Die sogenannte Konjunktur wird damit nicht belebt.

Das tun laut einer Analyse des Momentum Instituts nur 13 Milliarden des Pakets, die aber über einen Zeitraum von 5 Jahren verteilt ausgegeben werden. Österreich würde 8 Milliarden Euro mehr pro Jahr öffentlich investieren müssen, um wieder ähnlich stark zu wachsen, wie vor Corona. Diese Ausgaben sollte man zielgerichtet einsetzen, um die Klimakrise zu bekämpfen und die Beschäftigung zu erhöhen.

Wie wichtig das ist, zeigt ein Vergleich des Bruttoinlandsprodukts vor der Krise und jetzt. Dem fehlen in der Zeit zwischen 2020 und 2024 plötzlich 114 Milliarden Euro. Pro Kopf hat damit durch den Einbruch jeder Mensch in Österreich bis 2024 durchschnittlich 12.800 Euro verloren. Von diesem Verlust sind aber erst 3.300 Euro eingetreten - der Rest wird ohne entsprechende Maßnahmen erst in den kommenden drei Jahren  schlagend.

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