Zu sehen ist ein Mann im Anzug von hinten, er breitet die Arme aus

/ Redaktion
/ 10. Januar

Die Regierung will die Körperschaftssteuer senken, so steht es im Regierungsprogramm. Statt 25 Prozent sollen es nur noch 21 Prozent sein. Damit könnte der Staat bis zu zwei Milliarden Euro verlieren. Wer wird davon profitieren?

Wer bezahlt den Großteil?

Nur 2,5 Prozent der Unternehmen kommen für rund 75 Prozent der KÖSt auf. Dieses Ungleichgewicht deutet darauf hin, dass eine wenige Unternehmen, die hohe Gewinne erzielen, den größten Teil der Steuer bezahlen. Das bedeutet auch, dass genau diese Firmen von einer Senkung profitieren.

Tatsächlich waren es im Jahr 2015 rund 3.500 von über 300.000 österreichischen Unternehmen, die für 75 Prozent der Steuer aufkamen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen zahlen überhaupt keine KÖSt.

Wie viel KÖSt ein Unternehmen zahlt, hängt vom Gewinn ab. Für manche Rechtsformen gibt es aber eine Mindest-KÖSt. Für GmbHs sind das 1.750 Euro pro Jahr, bei Aktiengesellschaften 3.500 Euro und für Versicherungen und Kreditinstitute beträgt sie 5.452 Euro.

Im Jahr 2015 waren es GmbHs, die für den Großteil der Steuer aufkamen.

Rennen um Steuersenkung

Nicht nur in Österreich sinkt die Körperschaftssteuer seit den 1990ern. Im Vergleich zeigt sich, dass der Trend EU-weit stattfindet. 1995 betrug die KÖSt in Österreich noch 34 Prozent und im EU-Durchschnitt 35 Prozent.

Vor allem große Unternehmen profitieren seit über 20 Jahren vom Trend der Senkung der Körperschaftssteuer. Mit der türkis-grünen Regierung geht dieser Trend weiter.

Dir gefällt unsere Arbeit?

Das freut uns! Wir sind unabhängig von Parteien und Konzernen. Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Spende. Jeder Beitrag, ist er noch so klein, ist wichtig!

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.