Morgenmoment.
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/ 29. Juni 2020

Guten Morgen,

Heute für euch: Eine gute Idee (aus Frankreich), eine dringende Erinnerung (Klimavolksbegehren unterschreiben) und ein Mythos (superreich wird man durch harte Arbeit). Ein sommerlicher Morgenmoment aus dem Kärnten-Urlaub von Barbara Blaha. 

 

 

#1 Möchtest du das teilen?

Wohnen wird immer teurer. Ein Grund dafür: Nicht alle vermieten ihre Wohnungen gerne langfristig. Doch leerstehende Wohnungen sind ein Problem. Sie heizen die Mietpreise in den Städten weiter an. Um Leerstand zu verringern und damit Wohnraum zu schaffen, hat die französische Regierung vor mehr als 20 Jahren eine Steuer auf nicht vermietete Wohnungen beschlossen. Die erste Auswertung der Maßnahme zeigt: Die Idee funktioniert.

#2 Zahl des Tages

Die Zerstörung der Umwelt lassen wir uns eine schöne Stange Geld kosten. Jedes Jahr werden fast 5 Milliarden Euro in klimaschädliche Subventionen gesteckt: Weil wir Diesel steuerlich besser stellen, für Verkehrsflächen die Grundsteuern erlassen, oder Flugzeuge steuerfrei tanken dürfen.

Falls dich Geld nicht motiviert: Regionale Entwicklungen, wie die Rekordtemperatur von 38 Grad Celsius in Sibirien zeigen, dass wir an einem Punkt sind, von dem die Forschung glaubte, es wäre noch 70 Jahre Zeit bis dahin. Nur noch heute kannst du das Klimavolksbegehren unterschreiben. Hier sind 3 gute Gründe sich Richtung Gemeindeamt auf den Weg zu machen (oder gleich online via oesterreich.gv.at mit Handy-Signatur oder Bürgerkarte zu unterschreiben.)

#3 Hast du das gesehen?

Kommt eine Krise, kommt eine Forderung: Reichensteuer, Millionärsabgabe, Vermögenssteuer: Wer besonders viel hat, soll auch ein bisserl mehr beitragen. Aber ist das fair? Wer besonders viel hat, der hat auch besonders hart dafür gearbeitet. Warum der Mythos der harten Arbeit den Blick auf einen fairen Beitrag von Superreichen verstellt, diskutiere ich im aktuellen Moment mal!

#4 Gezeichnet

Im "Hebel der Macht"-Comic enthüllt Rafael Buchegger jede Woche die geheimen Machenschaften des Premierministers Oktavian Plenk. Diese Woche geht es um die Frage, wie man über einen Untersuchungsausschuss berichten sollte.

Hebel der Macht: Nichts als die Wahrheit

#5 Lesetipp

Corona erlebt den sozialen Abstieg: Während der Beginn der Pandemie in unseren Breiten mit Winter-Tourismus in Ischgl (muss man sich leisten können) markiert ist, wandert der Virus nun weiter: In beengte Wohnverhältnisse und prekäre Arbeitsverhältnisse, wie etwa der Massenausbruch in der deutschen Fleischindustrie zeigt. Mit fatalen Folgen: Studien aus Großbritannien und Deutschland belegen: Je ärmer das Wohnviertel, desto höher die Todesrate. Ein erneuter Lockdown wird so nicht nötig. Für ganz unten baut man Zäune, rund um Villen eher nicht, wie die Autorin Elsa Koester in einem Text für das Magazin Freitag notiert hat.

Einen schönen Montag,

Barbara

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