Morgenmoment.
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/ 31. Januar 2020

Guten Morgen,

Kinder brauchen ihre Papas, Städte aber nicht unbedingt Autos. Familienpolitik und Stadtplanung - zwei Bereiche wo kleine Maßnahmen Großes bewirken können. Ein Morgenmoment von Barbara Blaha. 

 

#1 Möchtest du das teilen?

Der britische Regisseur Ken Loach, bekannt für seine gesellschaftskritischen Filme wie “Ich, Daniel Blake”, hat einen neuen Film gedreht, der über die Grenzen von Großbritannien hinaus schmerzlich relevant ist. “Sorry We Missed You”, erzählt von neuen Selbstständigen, was die Arbeit auf Abruf mit Menschen anstellt und welch tiefe Risse die prekäre Arbeit in Familien reißt. Ob seine Filme auch die Kraft haben Veränderung anzustoßen, erkundet er mit uns im MOMENT-Gespräch.

#2 Grafik des Tages

Den "Papamonat" (eigentlich "Familienzeitbonus") war bis September 2019 eine Leistung, der ein Unternehmen zustimmen musste. Im "Freien Spiel der Kräfte" des Parlaments nach dem Scheitern der Türkis-Blauen Regierung wurde aber der Rechtsanspruch darauf beschlossen (gegen die Stimmen von NEOS und ÖVP). Seither wächst die Zahl der Männer, die ihn in Anspruch nehmen. Erstmals haben über 1.000 Männer den "Papamonat" in Anspruch genommen. Das sind immer noch lange nicht alle Papas, aber immerhin gleich einmal 37 Prozent mehr als im Durchschnitt davor. Ein merkbarer Schritt in die richtige Richtung.

 

#3 Hast du das gesehen?

Amsterdam baut in Riesenschritten an seiner Zukunft als autofreie Stadt: Bis 2025 Jahren sollen weitere 11.200 Parkplätze abgebaut werden. Das geht der Stadt aber noch nicht schnell genug. In verschiedenen Testregionen werden die Autos für vier Wochen verbannt. Auch um die Bewohnerinnen und Bewohner von den Vorteilen der Idee zu überzeugen. Ein Erfahrungsbericht zeigt: Die Idee überzeugt innerhalb weniger Tage.

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Im indischen Landkreis Beed haben sich 80.000 Arbeiterinnen die Gebärmutter entfernen lassen. Der Hintergrund: Für viele Feld-Arbeiterinnen ist die Menstruation ein Problem: Weder haben die Frauen eine Möglichkeit während der Feldarbeit die Toilette zu benützen, noch haben sie Zugang zu Hygieneprodukten wie Binden oder Tampons. Sie behelfen sich mit Stofffetzen, die in Schmutzwasser notdürftig ausgewaschen werden. Die Folge: Viele von ihnen leiden unter Infektionen. Wer aber während seiner Periode deshalb die Arbeit auf den Feldern meidet, hat mit Lohneinbußen zu kämpfen. Viele Arbeitgeber unterstützen die Operation sogar finanziell. Mit den Folgen der OP werden die Frauen allerdings allein gelassen, wie der Deutschlandfunk berichtet. Sie kommen viel zu früh in die Wechseljahre und kämpfen mit Depressionen oder Knochenschwund.

 

 

#5 Bonustrack

Fenn, die 3-jährige Tochter des Musikers Tom Rosenthal hat ihren ersten Song getextet, ihr Vater hat ihn nun auf Twitter veröffentlicht. Das Lied heißt "Dinosaurs in love" und hat echtes Hitpotenzial. Für Fundstücke wie diese lieben wir das Netz. Ton aufdrehen nicht vergessen!

 

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