Morgenmoment.
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/ 17. Januar 2020

Einen schönen guten Morgen, 

Während unsere Weltmeere immer wärmer werden, verdient Youtube kräftig an den Videos der Klimawandel-Leugner. Dafür haben Frauen eine geheime Superkraft: Sie sind für Produktentwicklung und Pharmariesen unsichtbar. Ein Morgenmoment von Barbara Blaha.

#1 Möchtest du das teilen?

Unsere Welt ist für den Durchschnittsmenschen gemacht – und der ist ein 40 Jahre alter, 1,77 Meter großer, knapp 80 Kilo schwerer Mann. Das zeigt sich in Detail- wie in lebenswichtigen Fragen: Die Temperatur in Büros ist standardmäßig auf Männer ausgelegt und damit für die meisten Kolleginnen fünf Grad zu kalt. Smartphones sind für weibliche Hände zu groß. Medizinische Studien werden meist nur an Männern durchgeführt. Das gilt sogar für Tierversuche. Die Hälfte der Bevölkerung wird aus Kosten- und Komplexitätsgrunden schlicht weggelassen – und das führt dazu, dass Medikamente falsch dosiert und Herzinfarkte von Frauen nicht erkannt werden. Caroline Criado-Perez vermisst in ihrem Buch "Unsichtbare Frauen" den Gender Daten Gap, wir haben ihre wichtigsten Erkenntnisse hier für euch zusammengefasst.

#2 Zahl des Tages

Unsere Ozeane erwärmen sich immer schneller: Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Erhitzungsrate der Weltmeere mittlerweile fünf gezündeten Atombomben entspricht - pro Sekunde.

Die Ozeane sind ein guter Indikator für die tatsächlichen Auswirkungen des Klimawandels. Da sie fast drei Viertel der Erdoberfläche bedecken, absorbieren sie den größten Teil der Weltwärme. Seit 1970 gingen mehr als 90 Prozent der überschüssigen Wärme des Planeten in die Ozeane, während weniger als 4 Prozent von der Atmosphäre und dem Land absorbiert wurden. Die Erwärmung der Ozeane hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die ganze Welt. Steigende Temperaturen bedeuten, dass das Meereswasser weniger Sauerstoff hat und säurehaltiger wird, was einen großen Einfluss auf die Nährstoffe hat, die die Meerestiere ernähren. Aber auch andere Tiere leiden unter der Erwärmung, 2015/16 vereendeten 1 Million Seevögel.
 

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Eine Studie von Avaaz zeigt, dass YouTube Millionen von Menschen dazu bringt, Videos mit gefährlichen Fehlinformationen über den Klimawandel anzusehen. Bei der Suche nach dem Begriff "Globale Erwärmung" enthielten 16 Prozent der Top 100 Videos falsche Informationen über den Klimawandel. Insgesamt hat YouTube wahrscheinlich Hunderte von Millionen Aufrufe von Videos mit falschen Informationen über den Klimawandel ermöglicht.

Klimaleugnervideos behaupten etwa, dass es "keinen signifikanten Erwärmungstrend im 21. Jahrhundert gegeben hat". YouTube zeigt nicht nur Millionen von Menschen diese Klima-Desinformationen, der Google-Konzern profitiert direkt davon: Avaaz fand Werbespots der weltweit bekanntesten und vertrauenswürdigsten Haushaltsmarken, die vor den Klima-Fehlinformationsvideos laufen. Jedes Mal, wenn eine dieser Anzeigen auf YouTube läuft, zahlt der Werbetreibende eine Gebühr, von der 55 Prozent an den Video-Macher und 45 Prozent an YouTube gehen.

Google hat erklärt, dass Klimadesinformation nicht gegen seine Werberichtlinien verstößt und dass seine Plattformen so konzipiert sind, dass sie eine Reihe von Überzeugungen unterstützen. Werbetreibende können ihre Anzeigen von allen Videos zum Thema "Klimawandel & globale Erwärmung" ausschließen. Aber es gibt derzeit keine Möglichkeit, auf Videos zu werben, die genaue Informationen über den Klimawandel enthalten, und diejenigen mit Desinformationen auszuschließen.

#4 Besser geht doch

 

Hunde sind heilsam: Wer einen Hund hat, lebt länger und ist psychisch gesünder. Kinder, die mit Hunden aufwachsen, haben ein stärkeres Immunsystem. Zu diesen Ergebnissen kommt unter anderem eine Studie der schwedischen Universität Uppsala. Das liegt an der regelmäßigen Bewegung, die durchs Gassi gehen erforderlich ist, aber schon das Streicheln eines Hundes senkt nachweislich den Blutdruck.

#5 Realitätscheck

Finanzminister Gernot Blümel hat sein Konto noch nie überzogen. Viele Menschen in Österreich kennen das flaue Gefühl, wenn man an den Kontostand denkt aber nur zu gut, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag der BAWAG. 4 von 10 Befragten schließen das Monat mit einem Minus ab, jeder zweite fürchtet sich vor den finanziellen Einbußen bei Pensionseintritt, vor allem auch aus Sorge, sich die eigene Pflege vielleicht nicht leisten zu können. 3 von 4 befragten Personen kennen das Bauchweh, wenn man Rechnungen gerade nicht zahlen kann.

Ein fabelhaftes Wochenende wünscht dir

Barbara

 

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